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08.-13. Juni 2015,
Köln
Presse Zurück

16.05.2013

>  „Changing Media, Changing Society“- das 25. Medienforum im Kölner Gerling Quartier
>  Auftakt und Eröffnung mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bertelsmann-Vorstandsvorsitzenden Thomas Rabe
>  Internationale Keynotes von Clay Shirky, Rebecca Mackinnon, Ben McOwen Wilson (Youtube)
>  Jubiläumsgala mit Oliver Welke

Medienforum NRW 2013: Das Programm

Düsseldorf, 15.05.2013. Das Medienforum NRW, das vom 5. – 7. Juni im Kölner Gerling Quartier stattfindet, hat heute den aktuellen Stand seines Kongressprogramms veröffentlicht. Alle Veranstaltungen, Referenten und Referentinnen sind ab sofort mit fortlaufenden Aktualisierungen unter www.medienforum.de abrufbar.

Das Medienforum wurde in seinem 25. Jubiläumsjahr inhaltlich und konzeptionell umfassend neu ausgerichtet. Das konzentrierte, zweitägige Programm setzt verstärkt auf internationale Perspektiven, Keynotes und vertiefende Dialoge. Unter der Überschrift „Changing Media, Changing Society“ geht es um die Auswirkungen des digitalen Wandels, Chancen, Risiken und Herausforderungen für Medienwirtschaft, Medienpolitik und Gesellschaft.

Marc Jan Eumann, Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien NRW, sagte: „Das diesjährige Medienforum NRW soll mit einem spürbaren Neuansatz fokussierter, strukturierter und dialogorientierter werden. Dieses Konzept erproben wir im Jubiläumsjahr und werden es in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Wir wollen dann in NRW einen modernen Medienkongress mit erweiterten und internationalen Perspektiven fest etablieren.“

„25 Jahre Medienforum, das sind auch 25 Jahre Medien- und Kommunikationsgeschichte, ein Vierteljahrhundert rasant verlaufender Transformationsprozesse, die die Medienbranche und die gesellschaftliche und individuelle Kommunikation tiefgreifend verändert haben. Nicht zuletzt sind das aber auch die Jahre, in denen NRW sich zu einem der führenden Medienstandorte Europas entwickelt hat. Dies nehmen wir zum Anlass, Vordenker und Entscheider aus allen Medienbranchen zusammenzubringen, um nach vorne zu schauen, Trends und Tendenzen zu analysieren und Impulse für die konkreten medienpolitischen und gesellschaftlichen Debatten zu geben,“ so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW GmbH, die in diesem Jahr die Federführung für die Veranstaltung übernommen hat. „Ziel des Medienforums ist es, den Medienwandel in seinen übergeordneten gesellschaftlichen Zusammenhängen zu diskutieren. Dabei sollen gleichzeitig die Themen behandelt werden, die für die Branche aktuell oder in Zukunft unmittelbar relevant sind“, ergänzte Leonard Novy, Direktor des diesjährigen Medienforums.

Mittwoch, 05. Juni 2013: 25 Jahre Medienforum NRW

Das diesjährige Forum wird am Mittwoch, den 5. Juni, dem Vorabend der beiden Konferenztage, mit einer Jubiläumsgala eröffnet. Nach der Begrüßung durch die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft stimmt der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe mit einer Keynote auf den Kongress ein. Im Anschluss daran lässt ein Bühnenprogramm 25 Jahre Medienforum NRW und damit auch 25 Jahre deutsche Mediengeschichte Revue passieren. Moderieren wird den Rückblick Oliver Welke (heute show), produziert wird die Gala von TV-Produzent Werner Kimmig.

Donnerstag, 06. Juni 2013: Kongresseröffnung

Mit einer medienpolitischen Grundsatzrede eröffnet NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Kongress am Donnerstag, den 6. Juni. Im Anschluss daran analysiert der US-amerikanische Internettheoretiker Clay Shirky in seiner Keynote „Changing media, changing society“ die Auswirkungen des digitalen Wandels auf Politik, Medien und Gesellschaft. Er wird dabei insbesondere auf die Frage eingehen, welche Strategien Medienunternehmen ergreifen müssen, um in einem Zustand permanenter Umbrüche erfolgreich sein zu können. Shirky lehrt Neue Medien an der New York University und gilt als einer der renommiertesten internationalen Experten in diesem Feld. Er berät unter anderem die BBC und internationale Unternehmen in ihrer Internetstrategie.

Unter der Überschrift „Shaping the Things to come. Zukunftsstrategien“ folgt ein weiterer internationaler Impulsvortrag von Ben McOwen Wilson, Director, Content Partnerships, NACE, Youtube, London. Bei der hieran anschließenden Diskussionsrunde erörtern Vertreter führender Medienunternehmen, wie der General Manager von Servus TV, Martin Blank, der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor, Christian Nienhaus, Geschäftsführer der FUNKE Mediengruppe Essen und Marc Schröder, Geschäftsführer von RTL Interactive, ihre Zukunftsstrategien im Kontext der digitalen Transformation.

Am Nachmittag werden zwei parallele Kongressstränge aktuelle medien- und netzpolitische Fragen vertiefen sowie die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Öffentlichkeit, Politik und Individuum analysieren:

Donnerstagnachmittag, 06. Juni 2013: Medienpolitische Podien

Am Donnerstagnachmittag fokussiert Kongressstrang I ab 14 Uhr medienpolitische Themen unter den Perspektiven Regulierung, Journalismus, Fernsehen und Kino:

- Das Podium „Die Grenzen der Regulierbarkeit. Medienpolitik in der digitalen Welt“ diskutiert die Aufgaben der Medienpolitik in der digitalen Welt unter anderem mit Johannes Beermann, Leiter der Staatskanzlei im Freistaat Sachsen, Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Tobias Schmid, Vorstandsvorsitzender des VPRT, Frauke Gerlach, Vorsitzende der Medienkommission NRW, und Wolfgang Schulz, Direktor des Hans Bredow Instituts, Hamburg, und des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft, Berlin.

- Krise und Aufbruch – Der Journalismus von morgen widmet sich der virulenten Frage, wie unabhängiger, professionell betriebener Journalismus, vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Web 2.0, zukünftig seine Rolle ausfüllen und finanziert werden kann. Es diskutieren Sebastian Esser, Gründer Krautreporter, Marc Jan Eumann, Staatssekretär NRW, Franz Sommerfeld, Vorstand von M. DuMont Schauberg, und Anita Zielina, Managing Editor Stern Online nach einem Impulsvortrag von Armin Wolf, Stellvertretender Chefredakteur des ORF-Fernsehens.

- Innovative Programmkonzepte, neue Nutzungsmuster und Geschäftsmodelle für die Zeit „nach dem Programm“ stehen im Zentrum des Podiums „Lagerfeuer 2.0? Die Zukunft der Audiovisualität“ u. a. mit Florian Hager, Stellvertretender Programmdirektor ARTE, Alexander Mazzara, CEO joiz, und der Produzentin Christiane Ruff.

- Ein provokantes Interview mit Bettina Reitz hat den Anstoß gegeben, inzwischen ist die Diskussion in vollem Gange: Gehört der Kinofilm zur Grundversorgung und damit zur Aufgabe öffentlich-rechtlicher Sender? Diese Frage diskutieren Bettina Reitz, Bayerischer Rundfunk, Stefan Arndt, X Filme, und Karl-Eberhard Hain, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Medienrecht der Universität zu Köln.

Donnerstagnachmittag, 06. Juni 2013: Vorträge und Dialog

Der zweite Kongressstrang am Donnerstag widmet sich ab 14 Uhr gesellschaftlichen und politischen Aspekten des Medienwandels:

- Unter der Überschrift „Hypes, Kampagnen, Hysterie“ analysiert ZDF-Intendant Thomas Bellut die Rolle und Verantwortung des Journalismus und vertieft die Frage anschließend mit dem Schweizer Publizisten Frank A. Meyer (Ringier).

- „Follow me! Politische Kommunikation im Multimedia-Zeitalter“. Ben Scott, Fellow der Stiftung neue Verantwortung, hält den Impulsvortrag. Anschließend diskutieren unter anderem Andrea Römmele von der Hertie School of Governance, WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn und Frank Stauss, der als Geschäftsführer der Werbeagentur BUTTER unter anderem Wahlkämpfe von Gerhard Schröder und Klaus Wowereit betreute und seine Erfahrungen jüngst im Buch „Höllenritt Wahlkampf“ veröffentlichte.

- Was bleibt vom Mythos des Internets als demokratischen, hierarchiefreien Raum? Dieser Frage geht das Podium „offen, frei, neutral? – Die Rückeroberung des Netzes“ nach. Rebecca MacKinnon, Mitbegründerin von Global Voices Online aus Washington hält den Impulsvortrag. Es diskutieren Björn Böhning, Leiter der Senatskanzlei Berlin und Internet-Governance-Experte Wolfgang Kleinwächter von der Universität Aarhus.

- Zum Thema „Folgen, vernetzen, teilen: The Future of Identity“ spricht und diskutiert abschließend Robert Pfaller, Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien, mit Christian Heller, Autor aus Berlin.

 

Freitag, 07. Juni 2013

Am Freitag, dem zweiten Kongresstag, widmen sich ab 10 Uhr weitere Kooperationsveranstaltungen unter anderem folgenden Themen:

- Wege aus der Öffentlichkeitskrise: Europa und die Medien – Europa hat im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise eine hohe Medienpräsenz. Doch auch wenn Europa in der Berichterstattung mehr Raum einnimmt, bleibt der Zustand öffentlicher Kommunikation in und über Europa in vielerlei Hinsicht prekär. Davon zeugen „Brüssel-Bashing“ und aufkeimender Chauvinismus in der Berichterstattung vieler Medien. Das Panel zu „Europas Öffentlichkeitskrise“ findet in Kooperation mit der Stiftung Mercator statt.

- What’s next? Transparenz, Innovation und die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Braucht es zur Erfüllung des Grundversorgungsauftrags einen Jugendkanal? Welche Konsequenzen sind aus der Beitragsdebatte zu ziehen? Müssen die Rundfunkgremien reformiert werden? Zustand und Perspektiven des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichem und technologischem Wandel, zwischen den Generationen und ihren Nutzungsgewohnheiten diskutieren unter anderem ARD-Vorsitzender Lutz Marmor, der Journalist und Initiator der Initiative „Open ARD ZDF“ Lorenz Matzat, der Musikproduzent und Autor Tim Renner sowie Birgit Wentzien, Chefredakteurin des Deutschlandfunks. Die Diskussion wird in Kooperation mit dem Deutschlandradio und carta.info veranstaltet und für eine Radioübertragung aufgezeichnet.

Die Teilnahme am Medienforum NRW 2013 ist aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten nur auf Einladung möglich.